Alzheimer – was tun wenn das Gedächtnis schwindet?

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer deutschen, gesunden Person liegt aktuell bei circa 80 Jahren. Aufgrund vieler neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse werden wir Menschen immer älter. Mit dieser hohen Lebenserwartung steigt aber auch das Risiko, an Demenz zu erkranken. Demenzerkrankungen sind neurodegenerative Erkrankungen, die langsam fortschreiten. Neurodegenerative Erkrankungen sind nicht heilbar. Der Verlust der Nervenzellen im Gehirn ist so groß, dass es diese nicht mehr kompensieren kann. Demenzerkrankungen schwächen die Gesundheit und führen zu einer fortschreitenden Degeneration und zum Tod der Nervenzellen. Als Folge ist der Mensch nicht mehr in der Lage, seine mentale Abläufe auszuführen und erleidet massive Einschränkungen in der Bewegungskoordination.

 

Wissenswertes über Alzheimer


Die Alzheimerkrankheit ist die bekannteste Form von Demenzerkrankung. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch den Verfall von Nervenzellen im Gehirn und durch die ausbleibende Gewährleistung der Kommunikation der Nervenzellen untereinander. Der Verlauf der Krankheit ist ein schleichender Prozess. Das komplette Nervensystem ist in Mitleidenschaft gezogen. Der Verfall der Gehirnzellen betrifft jedoch verschiedene Bereiche des Gehirns. Dies führt wiederum dazu, dass die Symptome bei Alzheimer-Kranken im Bereich der eingeschränkten Hirnleistung ganz unterschiedlich ausgeprägt sein können. Dies macht die Pflege und Betreuung auch so schwierig.


 

Symboldbild Welt Alzheimer Tag

An diesem Tag wird sicherlich über den beträchtlichen Ausmaß der Krankheit berichtet werden, denn allein in Deutschland leiden ca. 1,2 Millionen Menschen an Alzheimer. Es wird auch über die Herausforderungen für die Angehörigen und die Pflegenden gesprochen werden, insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie. Schließlich wird uns der Tag auch noch die Gelegenheit geben, über die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung zu sprechen: die neuen Alzheimer Bluttests, die pathologische Hirnveränderung frühzeitig voraussagen, oder den erwiesenen Zusammenhang zwischen bestimmten Luftschadstoffen und der Häufigkeit von mehreren neurodegenerativen Erkrankungen. (Siehe unsere Facebook Beiträge)

Ältere Menschen brauchen etwas mehr Zeit, um Neues zu lernen oder sich an Dinge zu erinnern. Die Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten und konzentriert zu bleiben, fällt ebenso schwerer, wie verschiedene Dinge im Alltag gleichzeitig zu erledigen. Auch das ist ganz normal und noch kein Zeichen für ein erhöhtes Risiko. Das Alter bringt es mit sich, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns abnimmt.

Dr. Jabs

Ich bin Facharzt für Innere Medizin, Geriater und Biochemiker.
Seit vielen Jahren entwickle ich Konzepte für die Ernährungsmedizin
bei neurologischen Erkrankungen und Hirnfunktionsstörungen.
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