Alzheimer Anzeichen und Verlauf

Ältere Menschen brauchen etwas mehr Zeit, um Neues zu lernen oder sich an Dinge zu erinnern. Die Aufmerksamkeit auf eine Sache zu richten und konzentriert zu bleiben, fällt ebenso schwerer, wie verschiedene Dinge im Alltag gleichzeitig zu erledigen. Auch das ist ganz normal und noch kein Zeichen für ein erhöhtes Risiko. Das Alter bringt es mit sich, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns abnimmt.


Die ersten Anzeichen von Alzheimer


Alzheimer-Patienten weisen meist typische Merkmale auf, die zu Anfang noch sehr unscheinbar ausfallen. Ein Areal, das schon in den ersten Phasen der Erkrankung in Mitleidenschaft gezogen wird, ist der Hippocampus. Er ist die zentrale Schaltzentrale des limbischen Systems. Vergesslichkeit, Wortfindungsstörungen und Schwierigkeiten bei der Orientierung in Raum und Zeit können erste Hinweise für eine Alzheimer Demenz sein. Außerdem können nur noch sehr wenige Informationen im Kurzzeitgedächtnis abgespeichert werden. Der Patient kann sich beispielsweise nicht mehr daran erinnern, was er vor einer Stunde im Fernsehen gesehen hat, oder welches Gericht er zum Frühstück zu sich genommen hat.

Alltägliche Aktivitäten oder Tätigkeiten mit verhältnismäßig einfachen Abläufen sind kaum noch oder nicht mehr zu bewältigen. Das Erinnerungsvermögen wird im weiteren Verlauf der Erkrankung immer schlechter. Dem Patienten fällt es enorm schwer neue Dinge zu erlernen, bis er diese Fähigkeit ganz verliert. Demenz-Kranke ziehen sich deswegen von ihrem sozialen Umfeld zurück. Sie meiden eher den Kontakt mit anderen Menschen und leben zunehmend in ihrer eigenen Welt – in der Vergangenheit. Ganz normale Aufgaben des Alltags können dann irgendwann nicht mehr erfüllt werden. Einfache Tätigkeiten werden nur mit Unterstützung und Anleitung bewältigt. Eine medizinische Behandlung und Therapie führt gegebenenfalls zur Verzögerung des typischen Krankheitsverlaufs. Wirkt also die Behandlung und schlägt die Therapie durch ein spezielles Medikament an, kommt es scheinbar zum Stillstand der Erkrankung und Symptomatik. Im Laufe der Behandlung lassen die Wirkungsweisen nach. Die Einnahme des Medikamentes hat nicht mehr den gewünschten Nutzen und der Verlauf der Erkrankung beschleunigt sich plötzlich.

 

Wenn sich der Verdacht auf Alzheimer manifestiert


Im weiteren Verlauf der Krankheit können Demenz-Kranke Personen und Gesichter nicht mehr zuordnen. Sie erkennen ihren Ehepartner, ihre Verwandten und Freunde nicht mehr. Selbst der Blick in den Spiegel zeigt ein fremdes Gesicht. Außerdem werden Bewegungsabläufe zunehmend problematischer. Das Gangbild und sonstige Bewegungsabläufe werden schlechter. Leichte Bewegungsabläufe wie beispielsweise das Treppensteigen oder das einfache Gehen auf dem Flur ohne Halten am Handlauf werden zur unüberwindbaren Aufgabe und zur größten Herausforderung. In dieser Phase verändert sich zusehends der Verlauf des 24-Stunden-Tages der Erkrankten. Während der Patient am Tage ruht und viel schläft, wird er in den Abend- und Nachtstunden sehr aktiv. Dies belastet natürlich vor allem alle, an der häuslichen Pflege beteiligten, enorm.

 

 

 

Körperliche und psychische Faktoren


Mit dem Fortschreiten der Krankheit nehmen auch die psychischen Nebenerkrankungen zu. Alzheimer-Kranke leiden häufig unter Angstzuständen, Depressionen und Sinnestäuschungen. Diese wiederum führen zu aggressivem Verhalten, Unruhezuständen und Misstrauen. 
Eine Alzheimererkrankung führt letztendlich zur Schwerstpflegebedürftigkeit des Betroffenen. Die häusliche Pflege wird zunehmend problematischer und stößt an ihre Grenzen. Allein die Aufgaben hinsichtlich der Schluckstörungen, Harn- und Stuhlinkontinenz und des veränderte Tag-Nacht-Rhythmus des Betroffenen sind dann durch häusliche Pflege kaum noch zu bewältigen. Dann wird die stationäre Pflege in einem Pflegeheim nicht mehr vermeidbar sein und zu einer optimaleren Versorgungsoption. In der letzten Phase der Alzheimererkrankung wird der Organismus des Erkrankten immer mehr geschwächt. Aufgrund des massiv geschwächten Immunsystems führen dann meist akute Nebenerkrankungen zum Tod.

 

Was hilft zur Vorsorge gegen Alzheimer?


Bei Demenz- und Alzheimerpatienten wird in der Diagnostik oft ein erheblicher Vitamin-C- und Vitamin-D-Mangel festgestellt. Daraus konnte abgeleitet werden, dass die Aufnahme von natürlichem Vitamin-C und Vitamin-D vorbeugend bei der Alzheimerkrankheit wirkt. Außerdem gelten das Vitamin B6 und B12 als ideales Schild gegen Alzheimer. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt dazu bei, nicht an Demenz-Formen zu erkranken. Neben einer ausgewogenen Ernährung sollten Nahrungsergänzungsmittel mit den Inhaltsstoffen Vitamine C, E, B1, B6, B12, und D unterstützend eingenommen werden.  

 

Dr. Jabs

Ich bin Facharzt für Innere Medizin, Geriater und Biochemiker.
Seit vielen Jahren entwickle ich Konzepte für die Ernährungsmedizin
bei neurologischen Erkrankungen und Hirnfunktionsstörungen.
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