Demenz Gehirn

Demenz

Als Demenz bezeichnen wir den den allgemeinen intellektuellen Abbau im Alter. Dieser beginnt meist mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie affektiven und emotionalen Beeinträchtigungen. Im weiteren Verlauf kann sich die Persönlichkeit des Patienten deutlich verändern.

 
Demenz in Zahlen


Das dementielle Syndrom zählt zu den häufigsten Krankheiten des fortgeschrittenen Alters. Überwiegend verbreitet ist die Demenz vom Typ Alzheimer. Von den 80 Jährigen sind 30-40 % betroffen. Eine Demenz mit 20, 30, 40 oder 50 Jahren ist zwar selten, aber keineswegs unmöglich. Vor allem eine sogenannte frontotemporale Demenz, bei der Gehirnzellen im Frontalhirn oder im Schläfenlappen absterben, kann auch jüngere Menschen treffen. Sie ist mit 5 bis 10 % aller Demenzfälle selten, verändert Betroffene aber besonders stark, weil sie zu Persönlichkeits-, Verhaltens- und Sprachauffälligkeiten führt. Tatsächlich treten frontotemporale Demenzen häufig zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Sie können aber eben auch schon mit 20 oder 30 Jahren beginnen. Derzeit sind weltweit ungefähr 45 Millionen Menschen von dementiellen Syndromen betroffen und jedes Jahr werden es 300.000 mehr. In Deutschland sind momentan 1,7 Millionen Menschen an Demenz erkrankt.

 

Symptomatik der Demenz


Eine Demenzerkrankung ist leider immer besonders quälend. Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt dramatisch ab und die eigene Persönlichkeit erlischt mit der Zeit. Für Betroffene bedeutet Demenz, sich selbst zu verlieren. Für Angehörige bedeutet Demenz, einen geliebten Menschen zu verlieren. Eine Therapie, die die Erkrankung an der Wurzel packt, ist bisher nicht bekannt. Ein Grund dafür ist, dass die verschiedenen Formen des dementiellen Syndroms hinsichtlich ihrer Ursache und Entstehungsmechanismen bisher noch nicht vollständig erforscht und aufgeklärt werden konnten. Eines haben alle dazugehörigen Krankheitsbilder jedoch gemeinsam: Die Patienten verlieren nach und nach ihre geistigen und intellektuellen Fähigkeiten. Gedächtnis, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick verschlechtern sich kontinuierlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt das dementielle Syndrom als Folge einer chronischen und unter Umständen voranschreitenden Erkrankung des Gehirns. Dem zugrunde liegen degenerative Prozesse im Bereich des Gehirns. Dabei kann es sich um Eiweißablagerungen handeln, aber auch um Folgen eines Schlaganfalls. Das führt letztlich dazu, dass Nervenzellen in bestimmten Arealen des Gehirns zugrunde gehen und ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr nachkommen können. Damit gehört das dementielle Syndrom zum Formenkreis der sogenannten neurodegenerativen Erkrankungen.

 

Therapiemöglichkeiten bei Demenz und ihre Wirksamkeit


Die Ursachen des dementiellen Syndroms sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Das bedeutet, dass sich auch die Therapie entsprechend schwierig gestaltet. Man kann versuchen, über verschiedene Ansätze die Symptome in den Griff zu kriegen, um ein möglichst gutes Maß an Lebensqualität zu erreichen. Es steht eine Reihe sogenannter Antidementiva zur Verfügung. Das sind Medikamente, die oral eingenommen werden können. Sie hemmen beispielsweise Enzyme (Cholinesterasehemmer) oder blockieren bestimmte Rezeptoren (NMDA-Antagonisten). Aber auch Nahrungsergänzungsmittel mit den richtigen Inhaltsstoffen und einer guten Zusammensetzung an Polyphenolen können helfen, den Prozess zu verlangsamen. Bei regelmäßiger Einnahme solcher natürlichen Präparate wird die Zelldenegeration verhindert, die Alterungsprozesse des Gehirns gemildert als auch das Gedächtnis und die Lernfähigkeit gestärkt. Ebenso wichtig sind aber psychosoziale Interventionen. Dazu zählen die Aktivierung autobiographischer, positiver Patientenerinnerungen, aber auch körperliche Aktivität, die Einbeziehung von Angehörigen, die geistige Aktivierung beispielsweise über Wortspiele, Ergotherapie zum Training von Alltagskompetenzen und vieles mehr. 

 

Wie kann ich mich vor Demenz schützen?


Selbst wenn man bisher noch nicht von Demenz betroffen ist, ist es nie zu früh sich zu fragen: Wie lässt sich bestmöglich verhindern, dass eine Erkrankung aus dem Formenkreis des dementiellen Syndroms überhaupt auftritt? Ganz entscheidend ist dabei, sich bis ins hohe Alter kognitiv zu fordern, um geistig flexibel zu bleiben. Ebenso wichtig ist körperliche Aktivität und die Pflege sozialer Kontakte. Und schließlich spielt die Ernährung eine nicht zu unterschätzende Rolle.

 

Dr. Jabs

Ich bin Facharzt für Innere Medizin, Geriater und Biochemiker.
Seit vielen Jahren entwickle ich Konzepte für die Ernährungsmedizin
bei neurologischen Erkrankungen und Hirnfunktionsstörungen.
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