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Süßholzwurzel für die Gesundheit

Für seine Blüten und Blätter ist sie weniger bekannt, dafür umso mehr für ihre Wurzeln – die Süßholzwurzel. Lakritze hat wohl schon jeder einmal probiert. Dieser sehr intensive natürliche Geschmacksstoff ist vielen Süßigkeiten, Tees und Hustenbonbons beigemischt. Das Aroma der Lakritze wird aus der Wurzel des Süßholz-Busches gewonnen. Das Extrakt aus der Wurzel eignet sich allerdings nicht nur für die Produktion leckerer Süßigkeiten. Es kommt bereits seit Jahrtausenden auch als Arznei zum Einsatz.


 
Von der Wurzel zum Lakritz-Bonbon


Knapp zwei Meter hoch kann der struppige Süßholz-Busch, mit dem lateinischen Namen Glycyrrhiza glabra, werden. Die Pflanze ist vor allem in den subtropischen Klimazonen Europas, dem Nahen Osten und Westasien zu finden. Der Süßholz-Busch gehört zu den Erbsen-Gewächsen. Im Frühling blüht er intensiv blaulila. Zwar werden die Blüten und Blätter der Pflanze auch für medizinische Zwecke genutzt. Der Süßholzsaft und damit auch der charakteristische Geschmacksstoff für Lakritze wird allerdings aus den Wurzeln gewonnen. Die frischen Triebe werden dafür zerkleinert und mehrere Stunden aufgekocht. Nach und nach wird der süße Saft immer zähflüssiger und dickt ein. Bei diesem Vorgang bildet sich das typische Lakritzaroma. Das Extrakt ist bis zu 50 mal süßer als Zucker und wird deswegen auch sehr gerne zu Tees hinzugemischt.

 

Heilpflanze der fernöstlichen Medizin


Besonders in der traditionellen ayurvedischen Medizin hat die medizinische Wirkung der Süßholzwurzel einen sehr hohen Stellenwert. In der chinesischen Medizin ist sie das meist verwendete Heilkraut, während Menschen im Westen kaum von der komplexen heilenden Wirkweise der Pflanze wissen. Erst jüngere Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit der Süßholzwurzel und konnten zeigen, dass vor allem entzündliche Beschwerden der Atemwege gelindert, aber auch asthmatische Erkrankung geheilt werden können.

 

 

 

Alleskönner Süßholzwurzel


Wissenschaftler konnten im Labor über 134 verschiedene Bestandteile der Süßholzwurzel isolieren. Viele der Substanzen haben eine entzündungshemmende, schmerzstillende und antibiotische Wirkung. Zahlreiche Studien über die medizinische Wirksamkeit weisen darauf hin, dass die Wurzeln des Süßholz-Baumes vor allem die Heilung von Magengeschwüren unterstützen. Auch Sodbrennen kann sie auf natürliche Weise lindern. Das Extrakt regt zudem den Stoffwechsel an und kann deshalb Diäten unterstützen. Den Cholesterinspiegel kann es zudem auch senken. Die Pflanze wirkt nicht nur entzündungshemmend. Sie reduziert auch nachweislich den Cortisol-Gehalt im Blut und reduziert damit die Auswirkungen von Stress. Das Extrakt stärkt außerdem das Immunsystem und beugt dadurch eine Erkrankung mit Hepatitis oder Grippe vor. Durch ihre Östrogen-ähnliche Wirkung kann die Süßholzwurzel sogar prämenstruelle Beschwerden, sowie Leiden der Wechseljahre, deutlich lindern.

>>Eine Übersicht pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel, die Süßholzwurzel enthalten, finden Sie hier <<

 
Was tut die Süßholzwurzel für unser Gehirn?


Die komplexen Heilkräfte der Süßholzwurzel wirken auch auf unser Gehirn. Neuere Studien zeigen, dass die Süßholzwurzel es schafft, das Demenzrisiko zu senken. Die Inhaltsstoffe der Wurzel können die schädliche Wirkung von gefährlichem Amyloid verhindern. Dieses schädigt die Nerven, wenn es, wie bei alternden Gehirnen oft der Fall, nicht abgebaut wird. Des Weiteren kann durch die Einnahme des Süßholzwurzelextrakts in therapeutischer Dosis die Stimulation eines beschützenden Proteins (HSP70) angeregt werden und damit die Ablagerung von Alpha-Synuklein verhindert werden. Die Süßholzpflanze kann außerdem ein Eiweiß neutralisieren, das von Entzündungszellen im Gehirn sezerniert wird. So können wichtige Nervenzellen geschützt werden. Außerdem steigert sie die Lernfähigkeit und das Gedächtnis. Sie aktiviert wichtige Enzyme, die die Nervenzellen schützen und ist somit ideal zur Vorbeugung von Demenz und Parkinson. Insgesamt können die Bestandteile der Wurzel über verschiedene Mechanismen Neurodegeneration verhindern.