EGCG - das wertvolle Extrakt aus dem Grünen Tee

Sind Sie bereit für eine kryptische Abkürzung, hinter der sich einer der gesündesten Pflanzenstoffe überhaupt verbirgt? Wenn Sie sich bereits mit Polyphenolen als Anti-Aging-Helfer auseinandergesetzt haben, sind Ihnen diese vier Buchstaben sicherlich schon begegnet: EGCG. Lassen Sie uns zunächst aufklären, was hinter E-G-C-G steckt. Kurz sammeln, durchatmen, und los: EpiGalloCatechin-3-Gallat. 


Die Substanz gehört zur Familie der Polyphenole, die Sie möglicherweise auch unter dem Namen Flavonoide kennen. Flavonoide sind Pflanzenfarbstoffe und machen als solche ihrem Namen alle Ehre. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass Blüten ihre hübsche Färbung erhalten. Für all jene unter Ihnen, die biochemisch interessiert sind: Die Grundstruktur ist das sogenannte Flavan. In der Natur gibt es rund 8000 verschiedene Variationen davon. Sie unterscheiden sich in ihren chemischen Bindungen und Oxidationsstufen. Und hier sind wir auch schon bei einer ihrer ganz wesentlichen und für uns besonders wertvollen Eigenschaft.

 

Natürliche Entgiftung für die Zellen


Den Polyphenolen gemeinsam ist, dass sie ausgesprochen gut antioxidativ wirken und sich bestens als Radikalfänger eignen. Damit haben sie das Potential, unsere Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen und pathologischen Veränderungen zu schützen. Der Haken ist, dass wir auf eine ausreichende Zufuhr von außen achten müssen, wenn wir von den Eigenschaften der Polyphenole profitieren wollen. Tiere und Menschen sind nicht in der Lage, die Flavonoide zu bilden. Neben den Samenpflanzen, Moosen und Farnen, die die wertvollen Farbstoffe herstellen, vermag dies auch der Aspergillus candidus. Aus ärztlicher Sicht ist vom Genuss dieser Gewächse zu Gesunderhaltung unserer Nervenzellen jedoch dringlich abzuraten. Aber Spaß beiseite und zurück zu unserem EGCG. 

 

Wie die Kraft des Grüntees uns gesund hält


Wie hilft uns der Hauptakteur dieses Beitrags denn nun, uns vor vorzeitiger Alterung neurodegenerativen Prozessen zu schützen? Und was sollten wir zu uns nehmen, damit wir in einem sinnvollen Maße damit versorgt sind? Wie Sie vielleicht wissen, sind für viele Nervenerkrankungen, die das Gehirn betreffen, schädliche Proteinablagerungen ursächlich. Das EGCG ist, wie alle Polyphenole, in der Lage, solche Eiweißablagerungen zu verhindern. Sollten diese jedoch schon vorhanden sein, kann die Substanz immer noch helfen, indem sie den Abtransport befördert und die Nervenzelle vor dem Angriff Freier Radikale schützt. 
Das EGCG ist in der Lage, sehr effektiv Fibrillen- und Aggregatablagerungen des Alpha-Synucleins des Amyloids zu hemmen. Beide sind Vertreter der schädlichen Proteinablagerungen, die vor allen Dingen bei der Genese dementieller Syndrome, Morbus Parkinson und Morbus Alzheimer eine Rolle spielen. Statt gefährlicher Ablagerungen entstehen unschädliche Eiweißkügelchen, wenn EGCG am Werk ist. Unser Catechin kann aber noch mehr. Es wirkt selbstverständlich über dieselben Prozesse der natürlichen altersbedingten Degeneration unseres Gehirns entgegen, der wir alle unterliegen. Darüber hinaus konnte in Studien gezeigt werden, dass die Substanz effektiv das Wachstum von Krebszellen hemmt. Wie funktioniert das? Das EGCG schützt unsere Zellen vor ungünstigen Einflüssen aus unserem Immunsystem.

>>Eine Übersicht pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel, die EGCG enthalten, finden Sie hier <<

 

Und warum enthält Schwarztee kein EGCG?


Nun fragen Sie sich zu Recht, was Sie denn nun in Ihren Speiseplan einbauen sollen, um sich das Potential des EGCGs zunutze zu machen. Hier freuen sich die Teeliebhaber: Es ist der grüne Tee. Wer nun aber Schwarztee bevorzugt und zurecht konstatiert, dass doch sowohl der grüne als auch der schwarze Tee aus denselben Blättern hergestellt wird, sei auf Folgendes hingewiesen: Entscheidend ist die Zellstruktur der Teeblätter. Zur Herstellung des schwarzen Tees werden die Teeblätter einem Oxidationsprozess unterzogen, der die Zellstruktur so verändert, dass das sensible EGCG dabei zerstört wird. Sie müssen aber natürlich nicht zwingend zum Grünteetrinker werden. Um von den positiven Wirkungen zu profitieren, muss man mehrere Liter pro Tag trinken. Heutzutage gibt es Kapseln und Trinkpulver mit hochdosiertem Grüntee-Extrakt. Hier sollte allerdings unbedingt auf die Qualität geachtet werden, damit gesundheitsfördernde Effekte eintreten. 

 

 

Die Natur als Vorbild: Synergieeffekte nutzen


In der Natur scheint es stets ein Aber zu geben. So auch im Falle der sekundären Pflanzenstoffe, wie dem EGCG. Sie haben alle eine limitierte Bioverfügbarkeit. Das bedeutet, dass sie unserem Organismus nach der Verstoffwechselung durch unsere Leber nicht vollumfänglich zur Verfügung stehen. Die Bioverfügbarkeit verbessert sich, wenn wir die Polyphenole geschickt kombinieren. Sie können dann synergistisch zusammenarbeiten. So wirkt Grüntee um ein vielfaches besser in Kombination mit anderen pflanzlichen Substanzen.